![]() |
Wenn man unter Nachbarn sich nicht gegenseitig schlecht machen will, redet man am Besten über das Wetter und über die Kopfschmerzen, die wieder mal der Schnee, der in der Luft liegt verursachen soll. Tatsächlich wird in unserer Gesellschaft über nichts häufiger gesprochen, als über das Wetter. Ob Regenwetter oder Sonnenschein; Es gibt fast immer was zu meckern. Dabei hat jede Wettersituation in der Natur seine Berechtigung. Aber was ist eigentlich Wetter? Ist wirklich Petrus an allem schuld, wenn wir schlecht gelaunt sind und vor allem, wie entstehen die verschiedenen Wettersituationen? Diese Fragen wollen wir an dieser Stelle beantworten.
Wie Sie in den vorherigen Abschnitten schon erfahren haben, spielt das Wetter in der Luftfahrt eine äußerst wichtige Rolle. Daher ist es wichtig, das der Pilot z.B. eines Heißluftballons stets die aktuelle Wettersituation richtig einschätzen kann und sich vor dem Start über die weitere Entwicklung des Wetters informiert. Damit Sie in etwa auch beurteilen können, wie das Wetter in den nächsten Stunden wird, erfahren Sie auch etwas über Voranzeichen bestimmter Wettersituationen und Wetterphänomene.
Bestimmend für die Entwicklung unseren Wetters ist das gegenseitige Aufeinanderwirken feuchter Meeres- und trockener Festlandsluft, kalter Polar- und warmer Tropenluft. Durch das Einwirken der Zentrifugalkraft, die bei der Erddrehung entsteht, werden unterschiedliche Luftmassen verwirbelt. Dabei findet ein ständiger Austausch von kalten und warmen Luftmassen statt. Die Tag- Nachtwechsel und die Meeresströmungen, die ebenfalls durch die Erddrehung entstehen, spielen hierbei zudem eine wichtige Rolle. Es entsteht ein Unterdruck in höheren Luftschichten, die feuchte Luft aus den darunter liegenden Schichten wird nach oben gesogen, es entwickeln sich allmählich Wolken. Bei gleichzeitigem Druckabfall, werden diese dann mit der Luft, die versucht diesen Druckabfall wieder auszugleichen, in eine Richtung gelenkt, in der der Luftdruck höher und der Himmel noch klar ist. Auf ihrem Weg nehmen sie immer mehr feuchte Luft auf und regnen dann allmählich ab.
|
![]() |
Welches Wetter Sie in den nächsten Stunden in Ihrer Umgebung erwartet, können Sie am einfachsten bei der Beobachtung der Wolken am Himmel erkennen. Dazu sollten Sie die verschiedenen 10 Wolkengattungen, die international von der WMO (World Meteorological Organization) definiert wurden und entsprechende Arten und ihre Bedeutung kennen. In der Atmosphäre unterscheidet man drei Ebenen, in denen verschiedene Wolkenarten auftreten können:
Erste Anzeichen einer Störung können unregelmäßig verteilte Wolkenfelder und Schleierwolken (präfrontale Bewölkung) sein. Sie geben jedoch noch keinen Anlass für einen schnellen Wetterumschwung. Federwolken und Schichtwolken, die einen Hof (unscharfe Zeichnung) um die Sonne oder den Mond zeichnen, kündigen feuchteres Klima an. Ebenso verheißen Schäfchenwolken nach einer längeren Schönwetterphase nichts gutes. Hier muss man sich schon auf baldigen Regen einstellen.
Wolken sind eine Ansammlung
(Kumulation) von Wasser in unterschiedlichen Aggregatzuständen. Sie entstehen in drei verschiedenen Luftschichten. In drei Kategorien und zehn Arten unterteilt, werden Sie in der Meteorologie wie folgt benannt:
Eiswolken, die in
regelmäßigen Formationen oder Streifen am Himmel erscheinen. Sie sind aus unserer Kindheit als „Schäfchenwolken“ bekannt. Man sollte in den nächsten Tagen mit einem Wetterumschwung rechnen.
dünne, milchig schimmernde Schleierwolken, die das Sonnenlicht sehr diffuse durchscheinen lassen. Wenn die Sonne oder der Mond einen Hof hat, heißt das meist für die nächsten Tage nichts gutes.
Schleierartige Wolkengebilde, die wie eine Daunenfeder am Himmel erscheinen. Sie sind an sehr trockenen Tagen zu beobachten.
[hoch ^^]
Teilweise aus Eis und Wasser bestehende, walzenförmige Wolken, die in geordneten Formationen auftreten. Sie können ein Regengebiet einleiten oder verabschieden.
In Schichten angeordnete Wolken, die den Himmel fast oder ganz bedecken und in einem hellen Grau erscheinen lassen. Es kann leicht regnen oder trocken bleiben.
Sie bedecken den Himmel ebenfalls ganz und lassen ihn in einem dunklen Grau erscheinen. Sie bestehen aus Eis und Wasser und lassen es auch schon mal eine Weile regnen.
[hoch ^^]
Vor diesen Wolken kann man schon mal Angst bekommen, denn sie sind die typischen Gewitterwolken. Sie bestehen zum größten Teil aus Wasser, ihre Kuppe ist jedoch vereist und erscheint fast
abgeflacht zum Teil wie ein Amboss. Es kann bald kräftig krachen. Achten Sie auf die Zugrichtung, dann können Sie in etwa beurteilen, wo es in Ihrer Nähe rumst.
Dichte,
zerrissene Haufenwolken auf der Rückseite eines Tiefs, aus Wasser mit einer großen Ausdehnung. Sie können sich in große Höhen ausdehnen und zeichnen manchmal blumenkohlartige Gebilde am Himmel. Es kann noch den ein oder anderen Schauer geben, bevor es allmählich wieder besser wird.
In Formationen auftretende, ballenförmige Wolkenmassen aus Wasser, die stellenweise sehr dunkel sind. Sie ziehen an Ihnen vorbei. Man kann sich manchmal die tollsten Kreaturen daraus vorstellen. Regen brauchen Sie aber noch nicht zu fürchten.
Flach
erscheinende großflächig den Himmel bedeckende Wolken, die teilweise die Sonne durchscheinen lassen und grau erscheinen. Man sagt: „Der Himmel hängt voller Geigen“. Sie lassen es schon mal tröpfeln oder im Winter auch schneien.
![]() |
Zur genaueren Vorhersage finden Sie im Internet viele Angebote, bei denen Sie ein sogenanntes Regenradar oder Satellitenbilder finden. Hierbei handelt es sich um besondere Wetteraufnahmen, die es Ihnen ermöglichen, die Zugrichtung und -geschwindigkeit der Tiefdruckgebiete und die zu erwartende Niederschlagsmenge zu beobachten. Sie müssen allerdings vorher Ihren ungefähren Standort auf der Karte ermitteln. Nehmen Sie dazu eine Landkarte von Europa und stellen Sie fest, ob Ihr Standort oder eine größere Stadt in Ihrer Umgebung eingezeichnet ist. Vergleichen Sie diese mit der Karte des Regenradars. Verfolgen Sie die Niederschlagsgebiete, die sich über die Karte des Regenradars oder der Satellitenaufnahme hinwegbewegen und versuchen Sie herauszufinden, ob sich ein solches auf Ihren Standort zugbewegt. Niederschlagsgebiete sind auf der Regenradarkarte farbig markiert, in Satellitenbildern sind sie als weiße Bewölkungsgebiete sichtbar. In besonderen Satellitenbildern (Infrarotaufnahmen) wird der Grauwert der Bewölkung nach der ermittelten Temperatur angedeutet, sodass man erkennen kann, um welche Art von Bewölkung es sich handelt. Beim Regenradar wird mit Hilfe der Farbe die Intensität des zu erwartenden Niederschlags angedeutet. Grün bedeutet schwach, Violet bedeutet stark.
Seitenanfang | zurück | Erklärung des Wetters | Beaufortskala | Ballonwetterdaten | Thermik
| © 2003 Patchworkstudio Alsdorf/ Klickleiste.de. Peter und Dietmar Kuchen-Windmüller, Feldstrasse 25b 52477 Alsdorf. Klickleiste.de ist nicht verantwortlich für Inhalte in Websites, die über einen Link erreichbar sind! Made in Germany |